Wir dürfen mitbestimmen!

Was Politikerinnen und Politiker so machen – das scheint doch alles ganz weit weg zu sein – meist hören wir davon nur aus den Nachrichten. Das das nicht ganz stimmt, haben wir heute von Quentin erfahren. Er erzählte uns bei seinem Besuch, dass auch wir mitbestimmen können! Zum einen natürlich, weil es die UN-Kinderrechte gibt, in denen u. a. das Recht auch Beteiligung (Art. 12) und das Recht auf freie Meinungsäußerung (Art. 13) verankert sind. Aber auch ganz konkret hier in Leipzig. Denn Quentin ist der Sprecher des Jugendparlamentes. Das heißt, er trifft auch die Leute aus dem Stadtrat – also die Politikerinnen und Politiker, die über die Dinge, die in Leipzig passieren abstimmen. Gemeinsam mit den anderen Jugendlichen, die auch im Jugendparlament sind, kann er so Ideen von Kindern und Jugendlichen vom Stadtrat abstimmen lassen. Das Jugendparlament hat schon viel erreicht, bspw. die Aufstellung von Trinkwasserbrunnen, mehr Papierkörbe in Leipzig oder auch die Erhöhung des Geburtstags- und Weihnachtsgeldes für Kinder, die im Heim wohnen – also nicht bei ihren Familien leben können.

Und alle Jugendlichen aus Leipzig können alle zwei Jahre mitwählen, wer ihre Vertreter*innen sind. Das wussten wir noch nicht. Quentin hat uns auch erzählt, wie die Arbeit so abläuft. Es ist nämlich gar nicht so einfach, eine Idee in den Stadtrat zu bringen: Es braucht viel Zeit, viele Gespräche und Kompromisse und man muss auch gut recherchieren – also rausfinden, warum es genau wichtig ist, dass diese Idee umgesetzt wird.

Und dann waren wir an der Reihe: Wir haben überlegt, was wir uns für Leipzig wünschen. Unsere Ideen waren u. a.: Mehr Geld für Schulen, es sollen mehr Bäume gepflanzt werden, es muss etwas gegen das Blaumeisensterben getan werden und es soll mehr Futterstellen für Wildtiere geben. Auch wichtig war uns, dass es weiterhin viele Jugendzentren, so wie KAOS, gibt und dass sich die Zahl der Autos in der Stadt verringert.

Wir haben viel Neues erfahren und wissen auch: Es ist wichtig den Erwachsenen vom Jugendparlament zu erzählen – damit die Wahlbenachrichtigungen nicht im Papierkorb landen. Wer mehr über das Jugendparlament wissen möchte, klickt hier.

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